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Gedichte und Impressionen von Rainer Brückner

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Foto von Rainer Brückner

 

1-2-3

Du möchtest schreien, doch du tust es nicht. Du möchtest fliehen, doch du kannst es nicht. Du möchtest glücklich sein, doch deine Seele erlaubt es nicht. Du bist ein Gefangener deines Körpers!

1-2-3

Du möchtest die Kontrolle über dich zurück. Du willst die Ketten sprengen, die dir die Freiheit nehmen. Du möchtest die Mauern der Depressionen einreißen, doch du bist dein eigener Sklave - Ohnmacht kriecht in dir hoch.

1-2-3

Du mischst die Karten neu, neues Spiel, neues Glück. Oh Gott, gib mir die alte Kraft zurück. Ich will kämpfen, ich will oben sein, nicht unten. Jedes Mittel ist mir recht! Oh Gott, was geht´s mir schlecht.

1-2-3

Ich will verdammt nochmal große Schritte machen, ich will verdammt nochmal wieder richtig lachen. Ich will verdammt nochmal auch wieder riechen, will nicht betteln, will nicht kriechen, will stark sein...

1-2-3

Hab´s mal wieder nicht geschafft, wieder fehlte mir die Kraft, wieder musste ich mich fügen, konnt´ die Krankheit nicht besiegen, diesmal nicht, doch ich geb´ nicht auf.

1-2-3

Heute ist ein neuer Tag, egal, was er mir bringen mag, ich halt´ dagegen, 1-2-3. Da! Der erste Schritt, er ist getan! Und der zweite schließt sich an, oh Gott, es geht voran, 1-2-3 Ich kann wieder geh´n. - Doch dann ist´s jäh vorbei! Egal, ab morgen zähl ich wieder:

1-2-3.

Rainer Brückner, Mai 2010

 

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Foto von Rainer Brückner

 

Die Socke im Kühlschrank

Ob jemand arm ist oder reich, der Alltag ist für jeden gleich. Jeder muss sein Bestes geben, der sich're Weg zum Überleben.

Die Arbeit regelt deinen Tag, egal wie er auch ausseh'n mag. So gibt es Muße und den Stress, auch Dinge die ich mal vergess!

Der Mensch an sich ist fehlerhaft, doch daraus schöpft er seine Kraft. Aus Fehlern lernen, das macht Spass, Erfahrung sammeln nennt man das.

Kann manchmal auch recht schmerzhaft sein, so das ist das Leben, echt gemein! Doch wenn die Zahl der Fehler steigt und du hast öfter was vergeigt, dann musst du was dagegen tun, das lässt man nicht auf sich beruh'n!

Da ist was faul in dem Getriebe, wär schlimm, wenn das für immer bliebe. Nimmt man es hin, stört sich nicht dran, dann fängt das Übel richtig an.

Darüber lacht man anfangs noch, doch immer grösser wird das Loch, das man Gedächtnislücke nennt, weil das ein jeder besser kennt.

Der Spaß jedoch hätt' schnell ein End', wenn Socken man im Kühlschrank fänd', den Käse dann im Kleiderschrank, mit bestialischem Gestank!

Ab diesem Zeitpunkt ist dann klar, dass das der böse Alzi war! Zieht der erst einmal bei dir ein, bist du ab da nicht mehr allein.

Ein böser Dämon dergestalt, hat dich dann fest in der Gewalt! Dich selber trifft es nicht so hart, lebst nicht mehr in der Gegenwart.

Selbst deine Kinder sind dir fremd, gehst durch den Alltag wie gehemmt. Für dich zählt nicht mehr Tag und Nacht, hast viele um den Schlaf gebracht.

Wenn nachts du auf der Matte stehst und um dein Mittagessen flehst, dann werden deine Lieben krank und deren Nerven liegen blank! Aus diesem wirklich schlimmen Grunde, geh'n deine Lieben vor die Hunde.

Da kann man wirklich nur noch hoffen, bislang hat's mich noch nicht getroffen! (Glaub ich jedenfalls.....)

Rainer Brückner im September 2010

 

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Foto von Rainer Brückner

 

Der Flaschengeist

Sitz ich zu lang beim guten Wein, fällt mir partout kein Vers mehr ein! Das macht mich stutzig, weil ich weiß, im Wein ist Geist, gleich massenweis!

Jedoch weinselige Gedanken, die bringen meinen Geist ins Wanken. Durch dieses Schaukeln alldieweil, rutscht nun mein Geist ins Hinterteil.

Recht eigentümlich das Gefäß, denn mein Verstand ist im Gesäß! Das ist, sie sehen's ebenso, für diesen Grips doch kein Niveau!

Drum laß' ich, so die neue Masche, den Wein samt Geist gleich in der Flasche! Jetzt reimt sich's locker von der Hand, obwohl ich's vorher schöner fand!

Rainer Brückner im Juni 2010

 

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Foto von Rainer Brückner

 

Auf den Hund gekommen

Es war einmal ein Ehepaar, das schon ein wenig älter war. Urplötzlich ohne trift'gen Grund, wünschten beide sich 'nen Hund.

Gesagt, getan, dann ging man los, jung soll er sein und nicht zu groß, gut erzogen, nicht zu wild, so formte sich das Hundebild.

Es kam, wie es auch kommen soll, schon den Ersten fand man toll, auch der Zweite war nicht schlecht, plötzlich waren alle recht!

Sie kamen einfach nicht zu Rande mit dieser süßen Rasselbande! Dann fällt letztendlich beider Blick in ein Gesicht voll Hundeglück!

Die Wünsche waren schnell vergessen, den hätten beide gern besessen. Egal wie groß, ob alt, ob klein, genau der Hund, der muss es sein!

Ab diesem Zeitpunkt war es klar, dass dieser Hund der Richt'ge war. Man nahm ihn voller Freude mit, ab sofort war man zu dritt!

Opa geht Gassi mit dem Hund, weil Oma meint, das sei gesund! So hatt' der Alte sein Plaisier, kam jeden Tag zu seinem Bier.

Ein kleiner Imbiss war ihr Ziel! Weil auch für'n Hund was runterfiel, zog dieser Racker stets zum Stand, was auch der Alte köstlich fand!

Der eine kriegte seine Wurst, der andre stillte seinen Durst. Eine Freundschaft für das Leben, kann es etwas Schön'res geben?

Nun glaubt die Oma felsenfest, dass Opa sich so steuern lässt, damit er die Bewegung hat, worum der Doktor ihn einst bat.

Er hat das Sprichwort ernst genommen, ist wahrlich auf den Hund gekommen. Für alle eine schöne Sache, ich denk', dass ich das auch so mache!

Rainer Brückner im August 2010

 

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Foto von Rainer Brückner

 

Der Leuchtturm

Der Leuchtturm sagt: "Ich find es dumm, ich leuchte bloß im Kreis herum, hab' Tag wie Nacht, oh Mann, oh Mann, stets den gleichen Anzug an.

Weiss-rote Ringe um den Bauch, dicker machen die mich auch!

Tagsüber hab' ich nichts zu schaffen, da können Touris mich begaffen, tausend Fotos von mir schießen, von oben dann den Blick genießen.

Kaum wird es dunkel, dann ist Schluss, weil ich ja wieder leuchten muss.

Immer schön im Kreis herum, Gott, was fühle ich mich dumm."

Und die Moral von der Geschicht: Leuchtturm werden lohnt sich nicht!

Rainer Brückner im November 2010

 

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Foto von Rainer Brückner

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