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Tiere – Gedichte von Hannelore Michel

Spatzen

In der Dachrinne haben sich die Spatzen
eine Wohnung eingerichtet, und dabei dem Regenwasser
den Weg zum Fallrohr abgedichtet.

Da denke ich sogleich,
ob das mal gut geht für euch.

Am Morgen wenn die Sonne aufgeht,
ein höllisches Gepiepse anhebt.

Wir hören durchs Fenster diesen Krach,
das zerrt an den Nerven und wir werden hellwach,

Außerdem landet vor dem geschwätzigen Gästen,
der Kot in unseren schönen Blumenkästen

Sie sind keine Sänger und von Liebhabern keine Spur,
doch auch sie gehören zum Haushalt der Natur.

Eines Tages, als es zu regnen beginnt,
das Wasser über die Dachrinne springt,
drückt es auf das Nest ganz sehr,
die Spatzen fliegen ängstlich hin und her.

Nun wird es das Fallrohr hinuntergespült,
um in der Regentonne zu versinken,
die jungen Spatzen müssen dabei jämmerlich ertrinken.

H. Michel

 

michel4

 

 

Die Raupe

Es war einmal eine kleine hässliche Raupe,
die kroch schwerfällig um ihre Fresslust zu stillen.

Die rote Blume ganz empört:
" Was fällt dir ein, an mir herum zu knabbern".

Die Raupe antwortete:
"Ich bin hungrig, muss unbedingt etwas essen, sonst sterbe ich."

Da hatte die Blume Mitleid und sagte:
"Na gut ein Blütenblatt kannst du haben, aber nicht mehr, sonst verwelke ich".

Die kleine Raupe fraß mit großem Appetit, aber sie hatte immer noch Hunger.

Da fragte sie eine gelbe Blume:
"Gibst du mir bitte ein Blatt von deiner Blüte, ich habe Hunger und möchte dich nicht ganz abfressen."

Erstaunt über so viel Rücksicht, erfüllte sie der Raupe den Wunsch.

So versuchte sie es bei blauen, weißen und rosa Blumen, und alle gaben sie ihr ein Blatt.

Als die Raupe vollgefressen war, kroch sie einen Pflanzenstengel hinauf und puppte sich ein. Nun schlief sie ganz fest, viele Tage lang.

Sie träumte davon, dass ihr bunte Flügel wachsen, und aus ihr ein schöner Käfer wird.

Da kitzelte ein Grashalm die Raupe in der Nase, sie musste laut niesen und wachte dabei auf.

Sie merkte, wie seltsame Dinge in ihrem Körper vorgingen. Sie streckte auf einmal Flügel heraus und zwei Beine und staunte, was für schöne Farben ihre Flügel hatten.

Stolz zeigte sie den Blumen ihre neue Gestalt.

Da sagte die rote Blume:
"Deine bunten Flügel hast du uns zu verdanken. Jedes Blatt was du gefressen hast, hat dir von seiner Farbe etwas abgegeben, darum bist du so ein schöner Schmetterling geworden."

Da flog sie glücklich in den Himmel hinein!

Hannelore Michel

 

 

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