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Ein Leben mit Parkinson

„Parkinson“, die zittrigen Buchstaben auf dem Blatt sind typische Anzeichen dieser neurologischen Erkrankung. Der Inhalt schließt auf Angst vor der Zukunft.

So beginnt meine Tagebuchseite im Februar 1999.

Ich, Hannelore Michel, geboren 1943, bin an Parkinson erkrankt.

In unserer Familie bin ich nicht die Erste, die zu leiden hat. Eine Großtante zitterte, aber damals, das war nach dem 2. Weltkrieg, hatte die Krankheit noch keinen Namen. Eine Schwester meiner Mutter hatte auch diese Symptome. Sie wurde nach der Wende von einem Neurologen behandelt und mit Medikamenten versorgt. Sie ist 80 Jahre alt geworden, aller-dings in einem Pflegeheim.

1997 hatte ich schon einige Zeit dieses Zitterns und mein Arm wurde langsam steif, deshalb suchte ich einen Neurologen auf. Die Diagnose war, trotz aller Vorahnung, für mich niederschmetternd und ich fiel in ein dunkles Loch. Ich hatte nur noch den Rollstuhl im Kopf. Das war eine schlimme Zeit. Mein ganzes Leben brauchte ich keine Tablette und jetzt machte man mich abhängig davon. All die Jahre waren mit Arbeit ausgefüllt und das sollte so bleiben.

Nach und nach kam meine Lebensfreude zurück, dank meiner Kinder und Enkelkinder.

In der Nacht vor meinem 60. Geburtstag konnte ich nicht schlafen. Mir ging so allerlei durch den Kopf. Da kamen mir die Gedanken zu einem Gedicht. Das ließ mir keine Ruhe, so stand ich auf und setzte mich an den Computer, um es aufzuschreiben.

Als ich meine Verse während der Feier vorlas, wollte keiner Glauben, dass sie von mir waren. Dann wurde das zur Sucht. Fast jede Nacht fiel mir etwas Neues ein und ich stand auf und schreib es nieder. So entstanden viele schöne Gedichte, die sich meistens um die Natur drehten. Ich hatte ein schönes Hobby für mich entdeckt und versuchte damit Freude zu bereiten. Zu Seniorennachmittagen in den Nachbarorten las ich meine Gedichte vor.

Mein Leben hatte wieder einen Sinn.

2009 lies ich von einer Druckerei 50 Hefte mit Gedichten von mir drucken, um sie zu verschenken oder zu verkaufen. Mein Versuch einen Verlag zu finden, der sie unentgeltlich druckt, war bis jetzt erfolglos. Sollte sich noch ein Sponsor finden, würde ich mich freuen.

Für Kinder habe ich einige Tiergeschichten geschrieben aber mir fehlt das Talent zum Zeichnen

 

Wenn jemand noch weitere Gedichte von mir lesen möchte, wenden Sie sich bitte per Mail an post-hannelore@web.de.

Ich selbst habe leider keinen Internetanschluss, aber meine Tochter wird die Post regelmäßig beantworten.

Januar 2012
Hannelore Michelblumen michel

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